Winter 2025 2026 Wetter Deutschland: Der Winter ist vorbei, und die Meinungen gehen auseinander. Wer in Berlin lebt, erinnert sich an eiskalte Januarwochen mit Schneedecke. Wer im Ruhrgebiet wohnte, erlebte einen eher durchschnittlichen Winter. Wie war der Winter 2025/26 wirklich, im Vergleich mit dem Vorjahr?
Der Winter 2024/25 war nach historischen Maßstäben mild. Dezember 2024 brachte einige Kälteeinbrüche, aber insgesamt lag die Saison rund 1,5 Grad über dem Referenzmittel von 1991 bis 2020. Januar und Februar 2025 wurden von westlichen Atlantikströmungen dominiert, die milde Temperaturen und Regen statt Schnee brachten. Für Berlin bedeutete das: Frosttage waren selten, Schneefall blieb weitgehend aus. Ein typischer Mildwinter, wie er in den vergangenen Jahren häufiger geworden ist.
Der Winter 2025/26 öffnete sich anders. Im Januar 2026 traf ein markanter Kälteeinbruch Ostdeutschland und die Mitte des Landes. Berlin erlebte mehrere aufeinanderfolgende Tage mit Temperaturen unter minus fünf Grad Celsius, mit einer echten Schneedecke, die mehrere Wochen anhielt. Diese Art von anhaltender Kälte ist für den deutschen Winter in den vergangenen Jahren eher ungewöhnlich gewesen. Der Februar 2026 normalisierte sich dagegen schnell, mit Temperaturen, die wieder dem saisonalen Durchschnitt entsprachen.
Der Kontrast zwischen West und Ost ist dabei unübersehbar. Berlin und Ostdeutschland erlebten den ausgeprägtesten Kälteeinbruch. Hamburg und der Nordwesten blieben milder, der Meereseinfluss der Nordsee dämpfte die Temperaturen und verhinderte die harten Fröste des Ostens. Köln und das Rheinland erlebten einen Winter 2025/26, der sich insgesamt wenig bemerkenswert anfühlte, mit überwiegend nassen und grauen, aber nicht besonders kalten Tagen.
Insgesamt lag der meteorologische Winter (Dezember 2025 bis Februar 2026) für Deutschland grob im Bereich des Referenzmittels von 1991 bis 2020. Das lässt ihn kälter wirken als die jüngsten Mildwinter, ist aber kein kalter Winter nach historischen Maßstäben. Die Wahrnehmung von Kälte ist relativ: Nach mehreren außergewöhnlich milden Wintern fühlt sich ein durchschnittlicher Winter bereits kalt an. Das ist keine Klimabeobachtung, sondern Psychologie.
Nutze das Tool unten, um Berlin im meteorologischen Winter 2024/25 (Dezember bis Februar) direkt mit dem Winter 2025/26 zu vergleichen. Die Daten zeigen den Temperaturunterschied Tag für Tag. Für Hamburg oder Köln findest du auf den Stadtseiten vorbereitete Vergleiche: /de/vergleich/hamburg und /de/vergleich/koeln. Jede Stadtseite bietet historische Daten und Direktvergleiche.
Beide Winter bleiben wärmer als das Referenzmittel von 1961 bis 1990. Der langfristige Erwärmungstrend ist klar erkennbar, auch wenn einzelne Winter kühl wirken. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob Winter wärmer werden, sondern wie variabel sie werden. Ein Muster zeichnet sich ab: Mildwinter mit gelegentlichen Kälterückfällen, die regional begrenzt auftreten und sich rasch wieder normalisieren. Der Winter 2025/26 mit seinem Berliner Januareinbruch und dem milden Vorjahr ist dafür ein treffendes Beispiel.